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Fermentieren im BR Fernsehen – Bayrisches Kimchi und Rosa Kraut

Nach dem großen Erfolg der Sendung Freizeit und der Sommer im Glas berichtet nun auch das beliebte Magazin Gesundheit! übers Fermentieren. Ich zeige hier meine bayrische Version des koreanischen Nationalgerichts Kimchi sowie ein kräftiges rosa Kraut mit roter Bete. Zwei sehenswerte, farbenprächtige Herbstschätze unter den fermentierten Gemüsen, zur Nachahmung ausdrücklich empfohlen!

Der Ingwer ist übrigens durchaus regional, nämlich aus eigenem Anbau auf der Fensterbank. Es gibt ihn auch immer öfter in Biomärkten aus bayrischem Anbau zu kaufen. Sojasoße selber machen ist eine ganz andere spannende Art der Fermentation. Ich zeige es im Frühjahr in einem neuen Kurs. Meine eigene Sojasoße ist unverkäuflich, aber ich biete eine sehr gute Alternative an, aus österreichischen Biozutaten (im Shop). Für mich gehört Shoyu (so heißt sie auf japanisch) einfach zum Kimchi dazu, aber auch in vielen anderen alltäglichen Gerichten ist mit dieser Würzsoße immer ein Spritzer Umami garantiert.

Zu sehen gibt es im Video auch Kombucha und Wasserkefir. Angesichts des Zuckerbedarfs stehen mir persönlich diese fermentierten Getränke nicht so nah, gleichwohl sind sie angereichert mit nützlichen Mikroorganismen und schmecken auf jeden Fall erfrischend.

Erfahrungen einer Fermentista: 70 Gläser Buntes – so geht Begeisterung!

Die folgende Geschichte hat mir eine treue Teilnehmerin (3 Kurse!) geschrieben um sie hier mit euch zu teilen. Es ist mir eine unbeschreibliche Freude, wenn sich jemand mit so viel Begeisterung ins Tun stürzt, mit Kreativität und unermüdlicher Ausdauer weiter macht und den Erfolg in vollen Bissen genießt…lass Dich inspirieren von Olivia!


Schon meine Urgroßmutter hat Sauerkraut gemacht, im Holz-Fass mit Holzbrett, einem Stein als Beschwerung und Leinentuch als Abdeckung. Die Uroma wurde recht alt! Die Oma hat dann in der Stadt gelebt und die Technik geriet ein bisschen in Vergessenheit. Meine Mama hat wieder damit angefangen, vor allem deshalb, weil sie Steinzeug-Töpfe mit Salzglasur sammelt und die sollen ja auch einen Nutzen haben. Sie hat alles Mögliche ausprobiert, z.B. Pilze, wobei einiges nicht gut funktioniert hat. Ich habe mir dann vor ca. 15 Jahren einen der klassischen Töpfe mit keramischen Beschwerungssteinen und Wasserrinne zugelegt und mache seitdem jedes Jahr ca. 6 kg Sauerkraut, ganz klassisch, nur mit Meersalz und selbst gesammelten Wacholderbeeren. Meine Mama ist jetzt 88 und mag das Sauerkraut am liebsten roh als Salat mit Olivenöl, frischem Lauch und Walnüssen.

Dann habe ich mit dem Acker bzw. neudeutsch “Selbstversorgergarten” angefangen, weil man ja nicht immer nur über die Macht der Lebensmittelindustrie lamentieren kann ohne selbst etwas zu tun. Erst habe ich so einen “Bifang” bei UnserLand gemietet, erst 50 m², später 100 m². Das war ein bisschen umständlich, weil man jedes Jahr eine neue Fläche bekommt und sich nicht alle Nachbarn an den “ordnungsgemäßen Landbau” gehalten haben, d.h. es gab viel Kunstdünger auf der Fläche. Außerdem konnte man kein Gewächshaus aufstellen, das man aber für die Anzucht unbedingt braucht. Jetzt habe ich im 3. Jahr direkt vom Bauern 300 m² am Ortsrand von Miesbach gepachtet und Ernte pro Jahr ca. 150 kg biologisch und in Mischkultur angebautes Gemüse und Beerenobst. Das bewältigen wir durch Frischverzehr natürlich nicht mehr, so dass alle Varianten von “Haltbarmachen” angesagt sind. Ich habe neben Einfrieren, Einkochen, Trocknen auch das Fermentieren ausprobiert. Zu letzteren war ich etwas unsicher, weil so viele unterschiedliche Methoden beschrieben sind. Seit dem 1. Fermentierkurs mit Dir in Herrmannsdorf habe ich dann so richtig losgelegt. Eigentlich hat es immer funktioniert, meistens auch gut geschmeckt.

Nach dem Aufbaukurs im Frühjahr bin ich deutlich kreativer geworden. Wie gesagt, insgesamt ca. 70 Gläser, kleine Mengen zum Probieren, wobei die meisten Sachen trotz Angebot an Frischware schon aufgegessen sind. Seit dem Kimchi-Kurs und meiner, trotz der diesjährigen Schneckeninvasion, doch noch ganz passablen Ernte an Herbstgemüsen sind weitere 10 Gläser dazugekommen, in den herrlichsten Farben. Ich habe auch auf den bunten Mangold zurückgegriffen, der ja wohl nicht so gut geeignet ist, aber dafür toll aussieht. Gestern z. B. habe ich Kimchi aus Palmkohl, Lauch und Petersilienwurzel mit Birne, Jalapeños, Zitronengras, Zitronenblatt (eine sensationelle aromatische Topfpflanze aus Australiern) und ein Hauch Ingwer gemacht. Bis auf den Ingwer alles von mir angebaut oder regional. Das hat beim Kneten schon so gut frisch und lecker gerochen, dass ich kaum widerstehen konnte zu naschen. Ingwer probiere ich demnächst auch selbst zu kultivieren. Mein Fazit: wenn die Zeiten schwierig werden, oder scheinbar undurchschaubar, wie gerade im Moment, dann macht es Sinn, ein bisschen weiter in die Vergangenheit zu schauen, z.B. nach alten Techniken.

In der Rückschau kann man erkennen, was gut und einfach war und was man ins Jetzt adaptieren kann. Dein bayrisches Kimchiiii ist da ein ganz großer Wurf, wie ich finde.


Meinen herzlichen Dank an Olivia für diese Geschichte, die mich für meine weitere Arbeit sehr inspiriert und motiviert. Wenn Du auch gerne Deine Erfahrungen veröffentlichen willst, oder auch nur an mich schreiben möchtest, nutze gerne diesen Link dafür: Deine Meinung

Ich freue mich von Dir zu lesen!

Veranstaltungen

Bayrisches Winter-Kimchi

in Stephanskirchen-Landlmühle

18. Oktober 18:00 21:00

Gemüse fermentieren ist mehr als Sauerkraut und wird weltweit seit Urzeiten praktiziert. KIMCHI ist in Korea zu Hause, steht dort täglich auf dem Tisch, wird in hunderten Varianten zubereitet und ist mittlerweile auch hierzulande in aller Munde. Lass Dich anstecken vom Kimchifieber: ich zeige Dir meine bayrischen Varianten aus regionalen Zutaten für den Wintervorrat.

Lass Dich überraschen von der kunterbunten Farbenpracht: von schneeweiß über paradiesisch pink bis schwarz wie die Nacht. Bist Du bereit für ein Geschmacksabenteuer? Besonders geeignet für alle, die schon im Basiskurs waren und die Grundlagen des Fermentierens kennen. Wir probieren uns durch allerlei Kimchigläser aus meiner Werkstatt und genießen damit auch ein warmes Abendessen. Dann geht es ans schnippeln, mischen und stampfen mit frischem Biogemüse aus der Region. Am Ende nimmt jeder sein ganz persönliches Kimchi im Gärglas mit nach Hause zur Reifung. Wir würzen vegan und Du bestimmst selbst das Chilifeuer im Glas.

Dieser Kurs findet statt in Kooperation mit dem Bildungswerk Rosenheim. Anmeldung bitte hier bei mir, nicht beim Bildungswerk. Zum Stöbern im neuen Herbst-Programm des Bildungswerkes geht es hier: Bildungswerk Rosenheim

Bitte jede Person einzeln anmelden, damit der Platz sicher reserviert ist!

89€ inkl. Gär-Set, Biogemüse, Abendessen mit Kimchi, Rezepte

GmiasHunger Manufaktur

Finsterwalder Str. 5 A
83071 Stephanskirchen – Landlmühle,

Bayrisches Sommer-Kimchi

21. Juli 17:30 21:30

KIMCHI ist in Korea zu Hause, steht dort täglich auf dem Tisch, wird in hunderten Varianten zubereitet und ist mittlerweile weltweit in aller Munde. Lass Dich anstecken vom Kimchifieber: ich zeige Dir meine bayrischen Varianten aus regionalen Zutaten. Einen Vorgeschmack darauf gibt es in der Sendung Freizeit mit dem Schmidt Max Link zur BR-Mediathek

Lass Dich überraschen von der kunterbunten Farbenpracht des Sommers: von knallrot über tiefgrün bis leuchtend orange ist alles dabei. Wer sich nicht entscheiden kann, macht Konfetti-Kimchi.
Bist Du bereit für ein Geschmacksabenteuer? Auch gut geeignet für alle, die schon im Basiskurs waren und die Grundlagen des Fermentierens kennen. Wir probieren uns durch allerlei Kimchigläser aus meiner Werkstatt und genießen damit auch ein feines Abendessen. Dann geht es ans schnippeln, mischen und stampfen mit frischem Biogemüse aus der Region. Am Ende nimmt jeder sein ganz persönliches Sommer-Kimchi im Gärglas mit nach Hause zur Reifung. Wir würzen vegan und Du bestimmst selbst das Chilifeuer im Glas.

€89 inkl. 19 % Mwst.

Alles inklusive: wiederverwendbare Gärgläser, Biogemüse, Verkostung, Anleitung und Rezepte, Unterstützung in der Gärphase per E-Mail

Bitte jede Person einzeln anmelden, damit der Platz sicher reserviert ist!

HahnHof Holzkirchen

Warngauer Str. 7
Holzkirchen-Großhartpenning, 83607 Deutschland
08024 6469377
Veranstaltungsort-Website anzeigen

Bayrisches Winter-Kimchi in Stephanskirchen

25. November @ 17:00 20:00

Kimchi für den Vorrat aus regionalem GemüseSibylle Hunger

KIMCHI ist in Korea zu Hause, steht dort täglich auf dem Tisch, wird in hunderten Varianten zubereitet und ist mittlerweile weltweit in aller Munde. Lass Dich anstecken vom Kimchifieber: ich zeige Dir meine bayrischen Varianten aus regionalen Zutaten. Einen Vorgeschmack darauf gibt es in der Sendung Freizeit mit dem Schmidt Max Link zur BR-Mediathek

Lass Dich überraschen von der kunterbunten Farbenpracht: von schneeweiß über paradiesisch pink bis schwarz wie die Nacht. Bist Du bereit für ein Geschmacksabenteuer? Besonders geeignet für alle, die schon im Basiskurs waren und die Grundlagen des Fermentierens kennen. Wir probieren uns durch allerlei Kimchigläser aus meiner Werkstatt und genießen damit auch ein warmes Abendessen. Dann geht es ans schnippeln, mischen und stampfen mit frischem Biogemüse aus der Region. Am Ende nimmt jeder sein ganz persönliches Kimchi im Gärglas mit nach Hause zur Reifung. Wir würzen vegan und Du bestimmst selbst das Chilifeuer im Glas.

Bitte jede Person einzeln anmelden – nur so sind alle Plätze im System zuverlässig reserviert.

89€ inkl. Gär-Set, Biogemüse, Abendessen mit Kimchi, Rezepte

GmiasHunger Manufaktur

Finsterwalder Str. 5 A
83071 Stephanskirchen – Landlmühle,
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