Bayrisches Kimchi im grünen Salatbett

Salat mit Kimchi

Kimchi-Salat mit Linsen

Sibylle Hunger
Kimchi im Grünen könnte man es auch nennen, wenn goldgelbes bayrisches Kimchi sich ins frisch gemachte Salatbettchen schmiegt, zusammen mit bayrischem Kaviar: Beluga Linsen aus dem Chiemgau. Zugedeckt mit reichlich Walnussöl lässt es sich gut ruhen, bevor die Gabel dem friedlichen Trio zu Leibe rückt. Den Schlaf versüßen könnten noch Birne oder Apfel mit ihrem fruchtig frischen Biss.
Zubereitungszeit 10 Minuten
Arbeitszeit 10 Minuten
Gericht Salat
Land & Region Deutschland
Portionen 2

Zutaten
  

  • 150 g Postelein oder Feldsalat (oder was gerade Saison hat)
  • 100 g GmiasHunger bayrisches Winter-Kimchi
  • 100 g bissfest gekochte Beluga-Linsen oder andere festkochende Linsen, abgekühlt
  • ½ Apfel oder Birne (optional)
  • 2 – 3 EL Essenz vom bayrischen Winter-Kimchi oder 1 EL Apfelessig
  • 1 TL Shoyu (optional)
  • 3 EL Walnussöl oder anderes Lieblingsöl

Anleitungen
 

  • Salat gründlich waschen und trockenschleudern
  • Obst klein schneiden oder würfeln
  • Kimchi, Linsen und Obst auf dem Salat anrichten
  • Essenz oder Essig darüber träufeln, optional vorher mit Shoyu mischen
  • Öl über den Salat gießen und den Salat behutsam durchmischen

Notizen

Meist genügt ein saftiges Ferment als Salatdressing. Wer es würziger oder noch saftiger mag, kann mit der Original-Essenz nachwürzen oder mit ein wenig Essig. Perfekt passt auch ein Spritzer Shoyu (Sojasoße) oder eben eine Prise Salz. Zum Salat gehört immer ein feines Öl, am besten nativ und kaltgepresst. Abwandeln kann man diesen Salat das ganze Jahr über und mit so gut wie jedem Ferment, das gerade zur Hand ist. Ein simples und schnelles Gericht für jede Gelegenheit.
Für dieses Rezept habe ich das GmiasHunger Winter-Kimchi verwendet.
Keyword Fermentiertes Gemüse

Fermentieren im BR Fernsehen

Seit einigen Jahren engagiere ich mich mit Leidenschaft und Begeisterung dafür, die traditionelle Methode der Milchsäuregärung (neudeutsch: Laktofermentation) auf leichte und moderne Art wieder in unsere Küchen zu bringen – weil’s guad schmeckt, gsund is und einfach a Freid macht. Warum leicht? Weil es heute oft schnell gehen muss und die Haushalte kleiner sind. Kleinere Menge und einfache Zubereitung ist der Schlüssel zur modernen Fermentation, die nicht nur Sauerkraut meint, sondern alle Arten von Gemüse und sogar Obst mit einschließt. Gleichzeitig sind die Methoden so variabel, dass auch eine üppige Ernte aus dem Garten oder der Großeinkauf vom Bauernmarkt schnell und energiesparend in die Vorratsgläser wandert.

Ich bin als Pionierin hier in der Region mit meinem Projekt GmiasHunger gestartet und habe inzwischen großartige Partner und treue Wegbegleiter gefunden. Jetzt hat sich das bayerische Fernsehen dafür interessiert und uns über die Schulter und in die Töpfe geschaut.
Im September hat das Team der Sendung Freizeit mit dem Schmidt Max bei Bilderbuchwetter und unser buntes Treiben in Bildern eingefangen. Herausgekommen ist eine unterhaltsame halbe Stunde, die davon erzählt, wie der Sommer vom Feld ins Glas und – nach dem Fermentieren – vom Glas auf den Teller kommt, und zwar in einem 3-Gänge-Menü vom allerfeinsten!

Zu verdanken haben wir diese Bilderpracht dem beherzten Mitwirken der Familie Schlarb vom Biohof Schlarb in Kolbermoor, Andrea Brenner und Slowfood-Koch Bernhard Wolf von MachtSinn in Holzkirchen.
Der SOMMER IM GLAS ist zu jederzeit wärmstens zu empfehlen.

Und wer dann Lust auf mehr bekommen hat, schaut mal ins Kursprogramm. Knackiges Gmias und saftiges Obst findet Ihr in den Hofläden und an den Marktständen vom Biohof Schlarb in Kolbermoor und bei MachtSinn im Regionalmarkt Holzkirchen. Dort könnt Ihr von Dienstag bis Samstag mittags Bernhards kreative Küche genießen und allerlei kulinarische Veranstaltungen, zum Beispiel einen GenussAbend mit meinen Fermenten und Bernhards Kochkünsten, so wie in der BR-Sendung.

Gesundbrunnen Darm

Zwei Kilogramm Mikroben in sechs Meter Darm, diese Zahlen muss man erst mal verdauen um eine leise Ahnung davon zu bekommen, was in unserem Inneren vor sich geht. Mikrobiom nennt man die Gemeinschaft aller Mikroben, die unseren Darm besiedeln und für unser Wohlbefinden und Immunsystem enorm wichtig sind. Oft liegt genau dort die Ursache für rätselhafte Beschwerden in anderen Regionen des Körpers.

Bauchgefühl ist nicht nur Zufall und unser Gehirn hat mehr damit zu tun, als man denken möchte. Was das jetzt alles noch mit Probiotika zu tun hat und wie diese wiederum mit dem Fermentieren zusammenhängen, darum geht es in diesem sehenswerten Film rund um den Einfluss der Darmgesundheit auf unseren gesamten Organismus.

Online bis 21.10.2020.

https://www.3sat.de/gesellschaft/politik-und-gesellschaft/gesundbrunnen-darm-110.html

Neue Slow Food Community im Alpenraum!

Alle Fermentista sind herzlich willkommen

Im Frühling 2025 haben wir eine Slow Food Community am Fort Kniepass bei Unken (Österreich/Salzburg) gegründet:
Slow Food Gemeinschaft Fermentista im Alpenraum

Slow Food Gemeinschaft Fermentista im Alpenraum

Wir wollen lebendige Lebensmittel in den Vordergrund stellen und alles rundherum, um sie noch lebendiger zu machen. Dazu laden wir Fermentistas zu ganz unverbindlichen meetups ein, zu Verkostungen, Buchpräsentation und Workshops. Am 9. September eröffnen wir unser Fermentationszentrum und laden euch alle herzlich dazu ein!

Die Gründer:innen
Karin Buchart
Thomas Hollaus
Eva Schevers
Margret Wöhrer
Elisabeth Schratl
Maximilian Brunner
Margit Brauneder
Rupert Blaickner
Sibylle Hunger
Franz Aichstill
Rudolf Stadler
Theresa Sommerbichler
Andreas Buchart
Silke Oberdorfer
Edith Luyten

Veranstaltungen Herbst 2025

Anmeldungen bitte per Email an: fermentista@fort-kniepass.at oder +43 664 8891 0484

9. September 2025 um 16.00 Uhr
Fermentista meetup: Auftakt Veranstaltung

Wir treffen uns und freuen uns sehr, wenn ihr eine Kostprobe eures Fermentes mitbringt: Gemüse, Kefir, Kombucha, Käse, Essige, Oxymele, selbstgebrautes Bier uva. Wir probieren die Fermente und unterhalten uns über sie.
Teilnahme: ohne Anmeldung und kostenlos

12. September 2025 um 15.00 Uhr
Buchpräsentation & Misoverkostung mit Fermentista Sibylle Hunger
Koji, Miso, Shoyu, Tempeh: Asiatische Fermentation mit heimischen Zutaten
Anmeldung erforderlich, Teilnahmegebühr: 15,00

19. September 2025, 15.00 bis 17.30 Uhr
Wasserkefir & Milchkefir
mit Margret Wöhrer
Anmeldung erforderlich, Teilnahmegebühr: 80,00 und 8,00 Materialien

26. September 2025 um 15.00 bis 18.00 Uhr
Gemüsefermente: Kimchi – Fernöstlich inspiriert, heimisch produziert mit Margret Wöhrer
Anmeldung erforderlich, Teilnahmegebühr: 80,00 und 15,00 Materialien

3. Oktober 2025, 15.00 bis 17.00 Uhr
Kombucha-Variationen
mit Karin Buchart: Geheimnisse eines Gesundheitsgetränkes
Anmeldung erforderlich, Teilnahmegebühr: 80,00 und 8,00 Materialien

11. Oktober 2025, 10.30 bis 14.00 Uhr
Miso selber herstellen
mit Sibylle Hunger
Anmeldung erforderlich, Teilnahmegebühr:  160,00 inkl. Materialien

24. Oktober 2025 von 15.00 bis 17.30 Uhr
Sauerkraut
traditionell und variantenreich mit Karin Buchart
Anmeldung erforderlich, Teilnahmegebühr: 80,00 und 15,00 Materialien

Slow Food Community Fermentista im Alpenraum

Quitten Chutney fermentiert

Fermentiertes Quitten Chutney

Sibylle Hunger
Quitten gehören zu den ältesten Kulturobstsorten und wurden schon vor 6.000 Jahren von den Babyloniern angebaut. Meine Eltern hatten auch einen Quittenbaum und ich erinnere mich an viele köstliche süße Leckereien wie Gelee, Saft und Kompott. Diese alte Frucht ist eine Weile in Vergessenheit geraten, weil sie wegen ihres harten und herben Fruchtfleisches direkt vom Baum kein wirklicher Genuss ist. Sie entfaltet ihr vollmundiges Aroma erst bei der Verarbeitung zu Gelee, Quittenbrot oder wie hier bei der Fermentation.
Zubereitungszeit 20 Minuten
Gericht Fermentiert
Land & Region Europa
Portionen 500 g

Equipment

  • 1 Weckglas 580 ml mit Einlegedeckel, Gummiring und 2 Klammern

Zutaten
  

  • 2 mittelgroße Quitten für ca. 400 g Fruchtfleisch netto
  • 1 Bio-Zitrone (Saft und Schalenabrieb)
  • 1 Chilischote mittelscharf
  • 1 TL Senfsaat
  • ½ TL Schwarzkümmel
  • 1 kleines Stück frischer Ingwer
  • 10 g Steinsalz

Anleitungen
 

  • Zunächst eine Schüssel mit ausreichend Fassungsvermögen vorbereiten und ihr Gewicht ermitteln.
  • Die Zitrone auspressen und den Saft mit etwas Wasser in die Schüssel geben. Die Zitronenschalen aufbewahren. Die Quitten abreiben, um den Flaum zu entfernen, sofern er noch vorhanden ist. Dann die Quitten waschen, schälen und kurz im Zitronenwasser wenden. Die Quitten vierteln und das Kernhaus großzügig ausschneiden, das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden und in das Zitronenwasser geben.
  • Die Chilischote entkernen und fein schneiden, die Zitronenschale abreiben, den Ingwer fein reiben und alles zusammen mit den Gewürzen zu den Quitten geben.
  • Das Salz abwiegen, untermischen und die Quitten 15 Minuten Wasser ziehen lassen. Die Quittenmischung ins Glas einfüllen und behutsam pressen. Wenn noch Flüssigkeit fehlt, mit kaltem Leitungswasser auffüllen bis 2 cm unterhalb des Glasrandes. Einen kleinen Weck Glasdeckel einlegen und das Glas mit dem Gummi und zwei Klammern verschließen.
  • Eine Woche bei Raumtemperatur gären lassen. Dabei einen Teller unterstellen, falls Flüssigkeit überläuft. Danach noch zwei Wochen in etwas kühlerer Umgebung reifen lassen (Keller, Speisekammer). Ungeöffnet ist das Ferment ohne Kühlung haltbar. Nach dem ersten Öffnen muss es in den Kühlschrank.

Verwendung

  • Quitten Chutney schmeckt fein auf ein Butterbrot mit Walnüssen und Honig, als Topping für Bowls, Salate oder Suppen, zu Käse oder zu gebratenem Gemüse, Fisch, Fleisch oder Tempeh. Die Lake verwende ich als Salatdressing oder zum Abschmecken von Suppen.

Variante

  • Du kannst auch andere Gewürze verwenden oder Knoblauch und Zwiebeln dazugeben.

Notizen

Tipps für Kerne, Kernhaus & Schalen!
Unbeschädigte Quittenkerne können getrocknet werden und sind ein bekanntes Hausmittel bei Halsentzündungen. Man sollte sie nicht kauen oder schlucken und deshalb nicht Kindern geben.
 
Zero Waste: Mit den Schalen und Abschnitten aromatisiere ich gerne Apfel- oder Weinessig. Den Essig drei Wochen gut verschlossen reifen lassen, dann die Quitten herausfiltern und den Essig wie gewohnt verwenden.
Keyword Chutney, Fermentieren, Früchte, Milchsäuregärung, Obst, Quitte

Pink Sauerkraut Makronen

Kokosmakronen mit Rosa Sauerkraut

Sibylle Hunger
Dieses Gebäck ist unbeschreiblich. Die Farbe lässt sich noch am ehesten bestimmen: leuchtend magenta oder pink. Der Geschmack ist allerdings einzigartig: so süß, wie man es von einem Plätzchen erwartet, und doch mit einer leichten pikant-erfrischenden Note. Wer es nicht weiß, würde nie darauf kommen was in diesen Makronen steckt: Sauerkraut, mit roter Bete fermentiert…ein echter Hingucker auf Deinem Plätzchenteller! Fermentiertes Gemüse im Adventsgebäck? Pink Sauerkraut aus Weißkohl mit Roter Bete macht sich echt chic in diesen fluffigen Kokosmakronen. Lass sie leuchten auf dem Plätzchenteller und freu dich auf die überraschenden Aromen!
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Arbeitszeit 1 Stunde
Gericht Gebäck
Land & Region Deutschland
Portionen 30 Stück (je nach Größe)

Equipment

  • Backofen

Zutaten
  

  • 4 Eiweiß, Gr. M (kalt)
  • 170 g Zucker (fein)
  • 35 g Speisestärke
  • 1 Prise Vanille
  • ½ TL Orangenabrieb
  • 200 g Kokosraspel
  • 150 g Rosa Sauerkraut fein zerkleinert und ausgedrückt. Alternativ Fermentierte Rote Bete.
  • 50 – 100 g gemahlene Mandeln
  • 30 – 40 Oblaten

Anleitungen
 

  • Backofen auf 175° (Heißluft) vorheizen
  • Eiweiß in fettfreiem Behälter steif schlagen, dabei den Zucker langsam einrieseln lassen. Speisestärke, Vanille und Orangenabrieb am Ende mit unterschlagen. Kokosraspel und Kraut vorsichtig unterheben. Mandeln nach Bedarf, wenn der Teig zu flüssig ist.

Wichtig

  • Der Teig wird schnell wieder flüssig. Während das erste Blech im Ofen ist, den Teig in den Kühlschrank stellen. Bei Bedarf noch Mandeln unterheben.
  • Mit einem Teelöffel kleine Häufchen auf Oblaten oder auf beschichtetes Backpapier setzen. Sofort in den Ofen schieben (mittlere Schiene). 12-18 Minuten backen, so dass sie hell bleiben aber durchgebacken sind.

Tipp

  • Die Makronen werden knusprig, wenn man sie noch 3-4 Minuten auf einem Gitter nachbacken lässt. Allerdings werden sie in der Keksdose wieder weich. Geschmacklich sind sie trotzdem fein!

Variante

  • Nüsse oder Flocken statt Kokos, Schokostückchen, Lebkuchengewürz.
    Verwende fermentierte Rote Bete statt Sauerkraut.
  • Haltbarkeit: bei kühler Aufbewahrung 1-2 Wochen.
Keyword Advent, Plätzchen, Rosa Kraut, Sauerkraut

Gold für’s Buch!

Gemüse und Obst einfach fermentieren wurde ausgezeichnet, was für eine Freude! Ich bin überglücklich und so dankbar, dass ich mit meiner Begeisterung für die wilde Blubberei so viele Menschen erreichen darf. Danke an alle, die daran beteiligt waren: meine liebe Familie und Freunde, das fleißige Buch-Team und der engagierte AT-Verlag, sowie alle anderen Beteiligten, die zum Gelingen beigetragen haben mit Informationen, Utensilien und Wissen. Eine Liste ist im Buch zu finden (und folgt hier sobald ich mich wieder gefasst habe ;).Es waren außerdem im Spiel: Mut und Leidenschaft, Fleiß und Geduld, Spaß und Freude, Rückenschmerzen, Regen und Sonnenschein und jede Menge frisches Gemüse.

Ich bin sehr gespannt wie die Reise weitergeht! Wenn du jetzt Lust auf das Buch hast, bestelle es gerne gleich hier bei mir, auf Wunsch mit persönlicher Widmung und einer wunderschönen Motivkarte (Bild aus dem Buch). Natürlich kannst du auch deine Lieblingsbuchhandlung vor Ort unterstützen oder online über die Autorenwelt bestellen, eine Online-Buchhandlung, bei der Autoren und Autorinnen einen extra Bonus für ihr Werk bekommen.

Ein wunderbares, niedrigschwelliges Fermentationsbuch. Leicht verständlich, kulinarisch vielseitig und in der Ansprache symphatisch.

Kaisergranat.com

Fermentiertes im Alltag genießen

Wie esse ich fermentiertes Gemüse?
Tipps für den täglichen Genuss von Kimchi, Sauerkraut und anderen sauren Schmankerln.

Fermentieren im Weck-Glas

Frühlingsfrisches Ferment: weißer Spargel

Spargel in Lake

Spargel in Lake

Sibylle Hunger
Spargel das ganze Jahr über? Aus heimischem Anbau? Und das auch noch ohne Energieaufwand: fermentierter Spargel ist Veredelung in Höchstform. Ich hüte manche Gläser den ganzen Sommer über im kühlen Keller und freue mich im Winter über das 'frische' Frühlingsgemüse. Damit kann man Gäste ganz schön verblüffen! Du musst aber nicht so lange warten: nach ein bis zwei Wochen ist der Spargel bereits genussreif. Hier kommt ein einfaches und schnelles Rezept für die gesunden Stangen. Die Variationen sind grenzenlos, einige davon findest Du in meinem Jahres-Online-Kurs. Der Clou an dem Rezept: die Schale wandert mit in die Lake, fürs Aroma! Je frischer und knackiger der Spargel, desto besser. Vor allem die Spitzen sollten geschlossen und fest sein.
Vorbereitungszeit 30 Minuten

Equipment

  • Gärglas Weck 850 ml, Spargelschäler, Messer,

Zutaten
  

  • 400 g weißer Spargel
  • 14 g naturbelassenes Salz
  • 1 Scheibe Zitrone

Anleitungen
 

  • Den Spargel gründlich waschen, schälen und je nach Länge halbieren.
  • Zitronenscheibe unten ins Glas legen, die Spargelstangen und Schalen aufrecht ins Glas schichten.
  • Salz in 200 ml kaltem Wasser auflösen und über den Spargel gießen. Mit kaltem Wasser aufgießen bis der Spargel gut bedeckt ist.
  • Jetzt mit einem kleinen Glaseinlegedeckel abdecken und das Glas mit dem Gummi und zwei Klammern verschließen.
  • 5 – 7 Tage bei Raumtemperatur gären lassen, danach kühl stellen. Hält sich mindestens bis Weihnachten.

Notizen

Die Lake kann man wunderbar als Salatdressing verarbeiten, Suppen und Eintöpfe damit abschmecken, oder in Smoothies mixen. Zum Wegschütten viel zu schade!
Mehr Info und andere saisonale Köstlichkeiten findest Du auch im Online-Kurs.

Winter im Glas! 20 heimische Nährstoffwunder, die Du JETZT fermentieren kannst:

Im Februar drehen wir den Spieß um: Winter im Glas! Jetzt gilt es das Wintergemüse vor den frühlingshaften Temperaturen in den Sommer zu retten. Wer der Gesundheit und Umwelt zuliebe vor allem auf regionales Gemüse setzt, muss eine Weile warten, bis es wieder frische Rüben, Kohlrabi, Kraut und andere Wurzelgemüse auf den heimischen Feldern gibt. Wie wunderbar ist es da, zum österlichen Frühlingsgrün noch ein Glas knackigen Winterrettich zu öffnen? Zur Sommersonnenwende ein würziges Wirsing-Kimchi auf dem Teller? Diese winterlichen Köstlichkeiten kannst Du jetzt noch in regionaler Bioqualität auf den Märkten finden:

20 winterliche Nährstoffwunder für Deine Fermentiergläser

KarottenSpitzkrautLauch
PetersilienwurzelWeißkrautZwiebel
PastinakenBlaukraut (Rotkohl)Knoblauch
Rote BeteRosenkohlMeerrettich
SteckrübenGrünkohlKürbis
SchwarzwurzelChinakohlTopinambur
Schwarzer RettichKnollensellerie
Kohl, Wurzeln, Rüben, Knollen: im Wintergemüse steckt die ganze Kraft des letzten Sommers

Bei der Mischung darfst Du natürlich kreativ sein, genauso wie beim Würzen. Exotisch mit Ingwer, Kurkuma und Schwarzkümmel oder klassisch mit Senfkörnern, Lorbeer, Kümmel und Wacholder – alles ist erlaubt beim Wintergmias. Natürlich auch Chili für ein bisschen Feuer im Glas. So wie mein bayrisches Kimchi mit Mangold aus ‚Sommer im Glas‘ kannst Du Dir ein winterliches Kimchi zusammenstellen, ganz nach Lust und Laune. Meine winterliche Lieblingskreation ist heuer das bayrische Wirsing-Kimchi.
Mehr Details zur Zubereitung, Gärung und weiteren Aufbewahrung findest Du in meinem ausführlichen Online-Kurs. Dort habe ich auch sieben inspirierende Winterrezepte eingebunden, die zum ausgiebigen Fermentieren einladen. Sobald Du den Dreh raus hast, kommt die Lust am Experimentieren von ganz alleine und schon bald blubbert es in Deiner Küche wild und bunt durcheinander. Also ran ans Wintergmias und ab ins Glas damit. Auf die Gläser kommt es an beim Fermentieren für den Vorrat. Manche Gläser sind zwar mit ihren speziellen Gärverschlüssen für die Gärung geeignet, aber nicht unbedingt zur längeren Aufbewahrung, von den teils hohen Anschaffungspreisen abgesehen. In meinem Online Shop findest du Weckgläser in verschiedenen Größen, komplett mit Einlegedeckel für eine sichere Abdeckung im Glas.
Jezt aber ran ans gesunde Wintergemüse, der nächste Sommer kommt bestimmt und zum Rezept für mein bayrisches Winter-Kichi geht es hier. Lass es blubbern!

Kimchi mit regionalem Wintergemüse

Bayrisches Winter-Wirsing-Kimchi

Sibylle Hunger
Mein bayrisches Kimchi ist nicht nur im Sommer ein Genuss: gerade der Winter bietet eine unglaubliche Vielfalt an Varianten für ein würziges Kimchi aus regionalem Biogemüse. Schau dich um, was es auf den Märkten jetzt gibt! Deiner Fantasie sind bei der Mischung keine Grenzen gesetzt. Kimchi wird zwar immer mit Chinakohl oder zumindest Kohl gleichgesetzt, aber schon mit dem bayrischen Mangold-Kimchi ist die Wahrheit ans Licht gekommen. Denn auch in Korea gibt es Kimchi ohne Kohl, dafür mit Gurken. Aber zurück zum Wintergmias: Wirsing ist mein Stern am Kimchi-Himmel!
Vorbereitungszeit 30 Minuten

Equipment

  • Fermentierglas von Weck, 850 ml + Glaseinlegedeckel, Gummi, 2 Klammern
  • Stampfer und Einfülltrichter
  • Hobel / Raspel
  • Waage
  • große Schüssel, Schneidebrett, scharfe Messer
  • Schälchen für die Würzpaste

Zutaten
  

  • 450 g Wirsing
  • 13 g naturbelassenes Salz
  • 50 g Winterrettich / schwarzer Rettich
  • 50 g gelbe Rüben
  • 50 g Zwiebel oder Lauch
  • 50 g Wasser
  • 10 – 20 g frisch geriebener Meerrettich oder Ingwer
  • 1 – 2 Zehen Knoblauch
  • ½ Birne oder Apfel
  • 2 EL Regionale Shoyu/Sojasoße nach Geschmack
  • 1 EL Senfkörner
  • 1 Prise Chilipulver oder frische Chili fein gehackt

Anleitungen
 

Vorbereitung

  • Wirsing waschen und dicke, trockene Blätter entfernen. Blattstiele und Strunk können mitverwendet werden, wenn sie nicht holzig sind.
    Blätter fein schneiden und in einer großen Schüssel mit dem Salz gut durchkneten.
  • Rettich und gelbe Rüben nach Bedarf schälen und raspeln.
  • Zwiebel oder Lauch hacken oder in feine Ringe schneiden.
  • Wasser in ein Schälchen geben. Ingwer oder Meerrettich, Knoblauch fein reiben und direkt ins Wasser geben, damit die ätherischen Öle nicht verduften.
    Obst reiben und mit Shoyu, Senf und Chili zum Wasser geben.

Zubereitung

  • Rettich, Rüben und Würzmischung zum Wirsing geben und alles gut durchkneten bis sich eine Pfütze in der Schüssel bildet.
    Sollte zu wenig Flüssigkeit austreten mit Salzwasser (2%) auffüllen.
  • Gemüse schichtweise mit dem Stampfer ins Glas pressen. Mit Einlegeglas abdecken und Glas dicht verschließen.

Gären und Aufbewahren

  • Gärdauer 10 – 14 Tage bei Raumtemperatur. Danach kühler aufbewahren.
    Gut verschlossen und unter 15 ° C ist das Kimchi haltbar bis zur nächsten Ernte.
    Vermutlich wird es vorher vergnüglich vernascht :)